Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage zählt als Therapieform zu den physikalischen Anwendungen. Ihre Wirkungsweise ist breit gefächert, sie dient vor allem als Entstauungstherapie ge- schwollener Körperregionen.

Diese Therapieform hat sich in den 1960er Jahren etabliert und wurde maßgeblich von Emil Vodder entwickelt. Die Therapeuten sind vornehmlich Masseure und Physiotherapeuten, denen die Anwendung nach einer entsprechenden Zusatzsausbildung in manueller Lymphdrainage an einem zugelassenen Lehrinstitut erlaubt ist.

Wann sollte die manuelle Lymphdrainage angewandt werden?
  • bei ganzheitlicher Schmerzlinderung vor und nach Operationen
  • bei geschwollenen Körperregionen nach Tumorentfernung,Operationen,Traumata
  • bei Verstauchungen, Zerrungen, Verrenkungen, Muskelfaserriss
  • bei Schleudertrauma, Verbrennungen, Morbus Sudeck
  • bei Schwellungen im Bereich der Gelenkkapsel bei rheumatischen Erkrankungen
  • bei Infekten des Nasen-Rachenraumes

Treten ausgeprägte lymphatische Stauungen auf, wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden, Hautpflege und spezieller Bewegungstherapie kombiniert und unter dem Begriff" Komplexe Physikalische Entstauungstherapie" (KPE) zusammengefasst.

Was bewirkt die manuelle Lymphdrainage im Körper?
  • Entstauung im Bereich des Lymphsystems
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Stärkung des vegetativen Nervensystems und des Immunsystems
  • Schmerzlinderung

Wann sollte die manuelle Lymphdrainage nicht angewandt werden?
  • bei einer dekompensierten Herzinsuffizienz
  • bei akuten, fieberhaften, bakteriellen Entzündungen
  • bei einem kardialen Ödem
  • bei akuter, tiefer Beinvenenthrombose